Nordhofen

 

 Ortsbürgermeister: Helmut Zender
 Diensträume: Bürgermeisteramt, 56242 Nordhofen
 Telefon: 02626/921030

 E-Mail: 

Web:

nordhofen@kabelmail.de

www.nordhofen.de/

 Sprechzeiten:   nach Vereinbarung

 

 

 

 

Für Nordhofen ist ein altes Gerichtssiegel überliefert mit Abdrucken von 1782 und 1784. Das Wappen zeigt sieben von unten links nach oben rechts verlaufende gleich breite Bänder, von denen vier rot und drei goldfarben sind, belegt mit hockendem radschlagenden blauen Pfau. Die Umschrift lautet: Graeffl (ich) Wiedisch (es) Gericht zu Nordhofen.

Geschichtlicher Rückblick

Nordhofen blickt auf eine lange wechselvolle Geschichte zurück. Die älteste Urkunde datiert aus dem Jahre 1259. Somit wird die Gemeinde im Jahre 2009 ihr 750. Geburtsfest feiern. Tatsächlich dürfte Nordhofen jedoch sehr viel älter sein. Bei der Renovierung der Evangelischen Kirche "St. Walburga" im Jahre 1961 stieß man auf zwei Fundamente mit großen Quadern, die eine weitaus frühere Datierung - 9/10 Jahrhundert - vermuten lassen.

Auf eine sehr viel ältere Geburtsstunde deutet auch der Umstand hin, das Nordhofen Mitte des 14. Jahrhunderts - also bereits knapp 100 Jahre nach der ersten urkundlich nachgewiesenen Erwähnung - die Stadtrechte verliehen wurden. Im Jahre 1357 nämlich "am nexten Dienstag nach unseren Frauen Lichtmeßtage" verlieh Kaiser Karl IV zu Maastricht dem Grafen Wilhelm von Wied das Recht, Nordhofen zu einer Stadt auszubauen. Er erhielt die Befugnis, " das Dorf und seinen Begriff mit Gräben, Mauern, Thürmen, Erkern, Pforten und anders wie er kann und mag, besteinen, stücken und zu einer gemauerten Statt zu begreifen und machen zu mögen ohne jemandes hindernus und widerrede". Daß eine vollgültige Stadtgründung beabsichtigt war, ergibt sich aus der Verleihung eines eigenen Rechts. Es war nämlich nicht so gemeint, daß nur an Markttagen nach einem bestimmten Recht gerichtet werden sollte, wie es zur Zeit der Hochflut der künstlichen Stadtgründung im 14. Jahrhundert häufig vorgekommen ist; in der Verleihungsurkunde heißt es vielmehr ausdrücklich: "Auch geben wir von unserer kayserlichen Gewalt der Gemeinde Nordhofen, und den Leuten darin fahrend, und da wohnend mit Feuer und Flammen und Ingesassane Bürger seyn daselbst, solche Freyheit, Gnade und Recht als Unsere und des Reiches Statt und Bürger zu Friedberg in der Wetteraw haben und gehabt haben von alters".


So war eine Voraussetzung für die Gründung einer Stadt gegeben, die anderen blieben aber aus. Burg, Stadtmauer und Markt entstanden nicht. Es fehlten die natürlichen Bedingungen für eine Stadtanlage; die Verkehrslage war ungünstig und der Landesherr hatte keinen Sitz in Nordhofen. Nach fast 300 Jahren, am 26. August 1653 übertrug daher Kaiser Ferdinand III zu Regensburg die Stadtrechte von Nordhofen auf Bitten des Grafen Friedrich von Wied auf die erhebliche günstigere gelegene neue Siedlung Neuwied.

Wenn auch Nordhofen wieder ein Dorf wurde, so behielt es doch seine Bedeutung als Sitz einer ausgedehnten Kirchengemeinde, bestehend aus den Orten: Nordhofen, Mogendorf, Vielbach, Quirnbach und bis zum Jahre 1851 auch Selters und den umliegenden Dörfern.

Das um 1782 geführte Wappen von Nordhofen wurde durch den im Ort tätigen Bildhauer Heinrich Voegele neu gestaltet und am Rathaus angebracht. Das Wappen ziert inzwischen auch die Ortsfahne von Nordhofen.


Nordhofen heute

"Nordhofen ist die attraktive, gepflegte, ruhige und beliebte Wohngemeinde mit einer außerordentlich guten Verkehrsanbindung".

Diese Formulierung bietet sich an, wenn man in wenigen Worten die heutigen Vorzüge unserer liebenswerten Gemeinde schildern soll.


Ohne störenden Durchgangsverkehr im Ort, sind die großen Ballungsgebiete wie Frankfurt, Köln oder Koblenz/Neuwied, über einige der wichtigsten Verkehrsverbindungen der Bundesrepublik Deutschland, in kurzer Zeit zu erreichen. Die Nord-Süd-Autobahn A 3 und die West-Ost-Verbindung A 48 sind mit dem Auto nur 5 Minuten, der ICE-Bahnhof in Montabaur nur etwa 10 Minuten und die internationalen Flughäfen in Frankfurt und Köln, nicht mehr als eine Stunde von Nordhofen entfernt. Dazu verbindet eine Buslinie unsere Gemeinde im 2-Stundentakt mit dem ICE-Bahnhof in Montabaur. Die ICE-Züge von dort bringen die Einwohner und Gäste von Nordhofen, in nicht länger als 30 Minuten zu den schon genannten Flughäfen in Köln und Frankfurt und darüber hinaus in wenigen Stunden in die großen Metropolen der Bundesrepublik und Europas.

Nordhofen liegt im unteren Teil des Westerwaldes, inmitten einer herrlichen, hügeligen Landschaft. Ein Drittel der Gemeindefläche ist von Wald bedeckt. Bestimmend sind hier Buchen-, Tannen- und Mischwald. Eine nachhaltige Forstwirtschaft beschert der Gemeinde schon seit Jahren Zuwächse im Waldbestand. Die Pflege der übrigen Kulturlandschaft obliegt einigen Nebenerwerbslandwirten. Handwerker, Freiberufler, Gastronomie und Kleingewerbe im Ort tragen zur Attraktivität bei, ohne dass Gewerbe- oder Industriegebiete das angenehme Wohnumfeld der Gemeinde stören.

Wahrzeichen von Nordhofen ist die weithin sichtbare Evangelische Pfarrkirche "St. Walburga" mit ihrem leuchtend weißen Kirchturm. Um diese Kirche gruppiert sich ein besonders sehenswertes Ensemble, bestehend aus dem "Martin-Luther-Haus", dem alten Pfarrhaus und dem Rathaus (mit Backhaus) von 1923. Die Evangelische Kirche hat mit dem Ausbau des "Martin-Luther-Hauses", hervorgehend aus der alten Pfarrscheune und der Renovierung und Sanierung der Pfarrkirche, Glanzpunkte für unseren Ort gesetzt. Die Gemeinde hat ihren Teil dazu beigetragen und im Rathaus die alten Backöfen instandgesetzt und einen attraktiven Sitzungs- und Versammlungsraum geschaffen.

Nordhofen zählt heute etwa 580 Einwohner. Seit fast 100 Jahren hat sich ein reges Vereinsleben entwickelt. Heute bestehen 4 Ortsvereine: Freiwillige Feuerwehr, Männergesangverein "Harmonie" (Männerchor und Gemischter Chor), Spiel- und Sportverein (SSV), Obst- und Gartenbauverein.


In den letzten Jahrzehnten konnte die Gemeinde entscheidende Fortschritte in ihrer Entwicklung verzeichnen. Die gemeindeeigene "Pfauenhalle" mit Gastronomie und Kegelbahn dient den örtlichen Vereinen für ihre Übungen und Veranstaltungen. Das Umfeld der Pfauenhalle mit Kinderspielplatz und Bolzplatz bietet einen attraktiven Anziehungspunkt für Kinder und Jugendliche des Ortes. Im Rathaus mit Backes stehen der Gemeinde ein neuer Sitzungsraum, eine kleine Küche und ein Archiv zur Verfügung. Im alten Ortskern und in den Neubaugebieten sind alle Straßen verkehrsgerecht ausgebaut. Seit die Gemeinde in den 70er Jahren überaus erfolgreich an dem Wettbewerb "Unser Ort soll schöner werden" teilgenommen hat, sind weitere Verbesserungen eingetreten. Bis zur 750-Jahr-Feier im Jahre 2009 soll der Ort weiter an Attraktivität gewinnen. Dazu dient die im Jahre 2003 gestartete Initiative 750 mit vielen Aktivitäten.

 

Beigeordnete / Ratsmitglieder Nordhofen:

 

Vorname Nachname Funktion
Henning Stumpf RM Erster Beigeordneter
Reifenscheidt Edgar Beigeordneter
Dietmar Herlan RM 
Wolfgang Schulz RM
Mathias John RM
Oliver Faust RM
Dominick John RM
Thomas Csacsko RM
Toni Pfeiffer RM
Dirk Weißhoff RM
Liane Quirmbach RM
Jens Heinrich RM
Cathia Thomé RM



Rechnungsprüfungsausschuss

 

Mitglieder

Stellvertreter

Wolfgang Schulz

Mathias John

Thomas Csacsko

Cathia Thome

Jens Heinrich

Oliver Faust

Liane Quirmbach

Dominik John

Toni Pfeiffer

Dietmar Herlan

 

  

 

Umlegungsausschuss

 

Die Mitglieder und Stellvertreter werden bei Bedarf gewählt.

 

 

Kulturausschuss

Mitglieder Vertreter Vertreter
Dietmar Herlan Mathias John Cathia Thome
Karin Hummel Elfi Kurz Antje Diefenbach
Oliver Faust Dominik John Rainer Hummel
Uli Bell    
Download
Hauptsatzung OG Nordhofen 110714.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.9 MB