Maroth 

 

 Ortsbürgermeister: Gerhard Willms
 Diensträume: Alte Schule
 Telefon: 02689/7671
 E-Mail: 

gemeinde.maroth@web.de

 Sprechzeiten:  Mittwochs von 17.00 - 18.30 Uhr 

 

 

 

 

Im Nordwesten der Verbandsgemeinde Selters, an einem Westhang neben der Talaue des Grenzbachs unterhalb des Waldsees, liegt die Gemeinde Maroth.
Vermutlich vor über einem Jahrtausend entstanden hier durch Rodetätigkeiten zwei Siedlun-gen, die man später Trierischhausen und Maroth nannte, und deren frühere Namen in heute bekannten Urkunden erstmals 1267 und 1344 erwähnt wurden. Der Name 'Hausen' für den südlichen und älteren Ortsteil von Maroth zeugt noch heute vom bis ins 19. Jahrhundert rei-chenden Bestand zweier getrennter Siedlungen.
Die geographische Lage im Grenzgebiet oft verfeindeter Hoheitsbereiche führte zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einer gerichtlichen Klärung der Eigentumsverhältnisse mit den an-grenzenden Nachbargemeinden. Dieser historische Hintergrund erklärt auch die heutige Ver-schachtelung der Gemarkungen untereinander; eine größere Exklave der Gemarkung Maroth liegt sogar im angrenzenden Kreis Neuwied.
Die Nähe zur Grenze ließ denn auch die Bewohner der Gemeinde schon früher über den 'Zaun' zu den Nachbarn in den Kreis Neuwied und zu deren 'preußischer' Amtsverwaltung blicken. Eine solche Einrichtung hatte man hier auf der (ehemals) 'nassauischen' Seite nicht. Hier hatte man kurze Verwaltungswege, direkt zur Kreisverwaltung, und man war stolz dar-auf.
Mit der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform ging 1972 diese 'gute alte' Verwaltungsform zu Ende. Auf Verwaltungsseite wurde nun nachgeholt, was sich in anderen Bereichen im Trend zum Großen vollzogen hatte. Eine kleine Gemeinde wie Maroth, mit damals ca. 145 Einwohnern, beklagte den Verlust lieb gewonnener Einrichtungen bis hin zum Gemeindekas-senverwalter.
Heute darf man wohl feststellen, dass die Anforderungen der Bürger an eine moderne Verwaltung nicht mehr in ausschließlich ehrenamtlicher Form zu erfüllen sind.
Neben dem Zusammenwachsen zur Verbandsgemeinde hat sich auch unsere Gemeinde während dieser Zeit weiterentwickelt und verändert:
Aus der einst größtenteils landwirtschaftlichen Prägung, mit einigen Haupt- und vielen Nebenerwerbsbetrieben, hat sich eine mit hohem Wohnwert ausgestattete Wohngemeinde herausgebildet. Arbeitnehmer finden in den nahe gelegenen Industrieregionen die so wichtige Beschäftigung. Die nur mittelbare Nähe zu den Hauptverkehrsadern, früher als abgelegen empfunden, erweist sich heute als Oase der Ruhe nach dem Alltagsstress.
Gleiche Empfindungen verspüren viele Gäste auf dem nahen Campingplatz neben dem 1971 in der Grenzbachniederung aufgestauten 10 Hektar großen Waldsee, die aus den dicht be-siedelten Ballungsgebieten zu uns zur Erholung kommen. Die nahe gelegenen Mischwälder, die sich über die Hälfte unserer Gemarkungsfläche ausbreiten, tragen ein Übriges dazu bei.
Der Gemeindewald, unser hohes Gut, wird immer wieder durch Orkaneinflüsse stark in Mit-leidenschaft gezogen. Neben Wiederaufforstungen hoffen wir besonders bei Naturverjün-gungen auf die Kraft der Natur, dass der Wald neben seinen vielfältigen Aufgaben im Natur-haushalt und auch als nachwachsender Rohstoff seine bekannte ökologische und wirtschaft-liche Stärke wiedererlangt.
Um der eigenen Jugend wie auch Freunden den Verbleib bzw. Zuzug zu ermöglichen, wur-den mehrfach Baugebiete erweitert und erschlossen, so dass sich die Gemeinde inzwischen auf rund 250 Einwohner vergrößern konnte; ein Zuwachs nach Maß, damit Integration statt-finden kann. Dabei lässt sich nicht vermeiden, dass die Anordnung der Baugebiete mehr und mehr den Charakter eines typischen "Straßendorfes" nimmt.
Kindertagesstätte, Grund-, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium werden in wenigen Busminuten in Nachbarorten erreicht.
Die örtlichen Vereine sind sehr rege und bewältigen jeweils große Aufgaben. Jugendliche und Senioren sind gleichermaßen aktiv. Die Bewohner ortsnaher und zu anderen Gemeinden zählender Siedlungen sind integriert und bereichern die Dorfgemeinschaft. Neben den bei-den Gaststätten bietet die "Alte Schule" als Dorfgemeinschaftshaus allen Generationen die Möglichkeit zum Feiern, Versammeln und zum Gedankenaustausch.
Die Glocke ruft seit 1976 wieder täglich aus dem Turm der "Alten Schule" und verkündet auch, wenn ein Mitglied unserer Dorfgemeinschaft seinen irdischen Abschied nimmt.
Maroth ist ein lebens- und liebenswertes Dorf in der Verbandsgemeinde Selters.

Gemeinderat / Beigeordnete Maroth:

 

  

Vorname

 

Nachname

Funktion

Jürgen

Dönges

RM und Erster Beigeordneter

Manfred

Himmrich

RM und Beigeordneter

Carsten

Duwald

RM

Holger

Himmrich

RM

Marc

Holl

RM

Cornelia

Lauth

RM

 

 

 

Umlegungsausschuss

 

Mitglieder Stellvertreter
Obervermessungsrat Dirk Fitting  Vermessungsrat Günter Steudter
KVOR Pascal Becker Hans-Ulrich Richter-Hopprich
Cornelia Lauth Viktor Jund
Holger Himmrich Reiner Holl
Marc Holl Michael Montel
Download
Hauptsatzung OG Maroth 250614.pdf
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