Gewässerschutz, Wassergenerationenvertrag

Gewässerschutz – Eine Aufgabe für jedermann

 

Zum Schutz unserer Gewässer können wir alle beitragen, zumeist schon durch etwas Nachdenken und durch einen sorgsamen und sparsamen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser. Jedem ist täglich im Haushalt, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit Gelegenheit gegeben, Gewässerschutz aktiv zu betreiben.

 

  • Leider wird die Toilette noch immer zu oft als Abfallbehälter genutzt. Die Entsorgung von über die Kanalisation abgeleiteten festen Abfallstoffen ist sehr arbeits- und kostenintensiv. Deshalb: Zigarettenkippen, Katzenstreu und Hygieneartikel gehören nicht ins Abwasser
  • Farben, Lacke und Lösungsmittel können Wasser sehr stark verschmutzen, sie sind in der Schadstoffsammlung besser aufgehoben. Auch Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie Öle und Fette gefährden die Leistungsfähigkeit unserer Kläranlagen und über den Klärschlamm auch die landwirtschaftliche Verwertung.
  • Alte und nicht mehr gebrauchte Medikamente gehören nicht ins WC. Jede Apotheke kann bei der Entsorgung weiterhelfen.
  • Aggressive Allzweck-, Sanitär-, Abfluss- und WC-Reiniger stören den Klärprozess und schädigen Gewässer und Gesundheit; zumeist reicht der Einsatz von Schmierseife und Scheuerpulver, von Essigessenz und Zitronensäure.
  • Das Vermeiden von Verschmutzungen ist die beste Reinigung. Z.B. sollten Waschmittel sparsam dosiert werden und möglichst Baukastensysteme verwendet werden. Einzelne dosierbare Pulver im Baukastensystem verringern Tenside um bis zu 30 und Bleichmittel um bis zu 90 Prozent.

 

Gewässerschutz beginnt im Haushalt. Durch Anwendung der Tipps und Anregungen im Alltag tragen auch Sie dazu bei, dass unser Wasser ein wertvolles Naturprodukt bleibt: Frisch, klar und sauber.


Wassergenerationenvertrag von 1995

 

Mit einer Kampagne „Wasser bedeutet Leben“ wiesen die deutschen Wasserwerke 1995 bundesweit auf die Bedeutung des Schutzes der Gewässer und damit auch des Trinkwassers hin. Auch die Verbandsgemeindewerke Selters beteiligten sich mit unterschiedlichen Veranstaltungen an der Aktion.

Ein Ergebnis dieser Kampagne war der Abschluss eines „Wassergenerationenvertrages“ zwischen der jungen Generation und der Erwachsenen-Generation der Verbandsgemeinde. Dabei wurden die jungen Bürger vertreten durch Kindergartenkinder sowie Schülerinnen und Schüler aus den Schulen des Verbandsgemeindegebietes.

Der Vertreter der Landesregierung Ltd. Ministerialrat Hermann Fischer, der damalige Bürgermeister Albert Schmidt, sowie Mitglieder der im Verbandsgemeinderat vertretenen Fraktionen und der ehemalige Werkleiter Klaus Müller vertraten die Erwachsenen-Generation. Im Sinne des Gewässer- und Trinkwasserschutzes versprachen die Unterzeichnenden:

 

Wir wollen vernünftig und sorgsam mit Wasser umgehen.

 

Wir wollen alles für Reinheit und Frische des Naturproduktes Trinkwasser tun.

 

Wir wollen die Gewässer und das Grundwasser schützen.

 

Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass sich alle Generationen für den Schutz der Natur und des Wassers einsetzen.

 

Wir wollen für die Menschen in der Welt, denen es an Wasser mangelt, Mitverantwortung tragen durch Hilfe zur Selbsthilfe.