-A- Hochwasser-und Starkregenvorsorge in der VG Selters

Die VG Selters hat mit der Aufstellung einer Hochwasservorsorge begonnen.

Am 20.September trafen sich Vertreter der zuständigen Feuerwehren und die Ortsbürgermeister der im ersten Schritt betroffenen Ortsgemeinden Herschbach, Freilingen, Ellenhausen, Krümmel, Selters, Maxsain, Freilingen und Wölferlingen zum Startgespräch mit den Beteiligten der Verbandsgemeinde Selters und Vertretern des beauftragten Ing.-Büro Gbi-KiG GmbH aus Montabaur.

Nach kurzer Begrüßung erläuterte Herr Bürgermeister Klaus Müller, dass die Erstellung einer örtlichen Hochwasservorsorge auf der Vorgabe des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten PRL basiere. Das Konzept solle u.a. eine Hilfestellung liefern "wo es brennt, wenn es stark regnet" und dass eine wichtige Aufgabe darin bestehe, gemeinsam einen Weg der Vorsorge vor Schäden aus Hochwasser- und Starkregenereignissen zu beschreiten.

Es werden alle Gemeinden der VG Selters betrachtet, allerdings in einem ersten Schritt die oben angeführten 8 Ortslagen.

Herr Zacherl (Büro Gbi-KiG GmbH) informierte darüber, dass die Konzepterstellung eine zu 90% geförderte Maßnahme sei, wobei sich die Förderung ausschließlich auf die Planungsleistung beziehe.

Das Konzept ist gemäß des Leitfadens des Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge (IBH) Mainz in 3 Phasen unterteilt:

In der 1. Phase "Grundlagenermittlung" geht es darum, sich Wissen aller Beteiligten und vor allem Betroffenen anzueignen. Dies geschieht durch Sammeln aller vorhandener Daten, einer Ortsbegehung und einem ersten Bürgerworkshop. Die Phasen 2 und 3 beinhalten Analysen, Defizitbetrachtungen und vertiefende Betrachtung der neuralgischen Stellen.

Die Betrachtung der Hochwasser- und Starkregenproblematik muss ganzheitlich und nicht nur technisch erfolgen. Es gilt, Gefahrenstellen zu erkennen, zu beschreiben und die Anwohner darüber zu informieren.

Nach Erläuterung der Vorgehensweise und einer kurzen Diskussion wurde der nächste Schritt, die Ortsbegehungen in den jeweiligen Ortslagen, besprochen.

Herr Bürgermeister Müller beendete die Veranstaltung mit dem Wunsch, durch die Maßnahmen des Konzeptes alle Menschen so zu sensibilisieren, dass sie offenen Auges ihre Natur und Umgebung wahrnehmen und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Vorsorge betreiben.