-A- Kampf gegen die Herkulesstaude - die Verbandsgemeinde Selters geht weiter gegen die schädliche Pflanze vor

Die Schönheit der weißen Blüten ist trügerisch. Denn die bis zu 4 Meter hohen Pflanzen, die sie tragen, sind eine ernstzunehmende Plage:

 

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, taucht trotz durchgeführter Eindämmungsmaßnahmen immer noch in kleineren Beständen oder als Einzelpflanze an Bachufern, Waldrändern oder gar auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf. 

Mit Schutzkleidung, Handschuhen und Gummistiefel ausgestattet, rücken Mitarbeiter der VG Selters seit dem Jahr 2000 der gefährlichen Schönheit zu Leibe. Dies hat seinen Grund in den gesundheitlichen Gefahren, die von der Pflanze ausgehen. Der Saft aller Pflanzenteile enthält Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht teilweise zu schweren, verbrennungsähnlichen Schäden der Haut führen. 

 

Das Herkuleskraut ist noch nicht lange in unserer heimischen Flora zu finden. Vor etwa 100 Jahren wurde es aus seiner Heimat, dem Kaukasus, nach Westeuropa gebracht. In dieser vergleichsweise kurzen Zeit hat es sich rasant bei uns ausgebreitet

 

Eine wirkliche Eindämmung der Bestände wird erschwert durch die spezielle Vermehrungsstrategie der Pflanze:

Die Vermehrung geschieht nicht über die Wurzeln, sondern über die große Anzahl von Samen. Ausgewachsene Pflanzen können 10.000 bis 50.000 schwimmfähige Samen bilden, die unter optimalen Bedingungen bis zu 10 Jahre keimfähig bleiben.

 

An den Gewässern der VG Selters erfolgt die Entfernung der Stauden ab dem Monat Juni durch Ausgraben. Dabei müssen mindestens 3 cm der Wurzelrübe

entfernt werden. Bei bereits blühenden Pflanzen werden die Haupt- und Nebenblüten abgeschnitten. Hat die Pflanze gar bereits Dolden mit Samen gebildet, werden diese abgeschlagen und entfernt.

 

Eine Meldepflicht für die Herkulesstaude besteht nicht. Immer wieder erhält die Verwaltung Hinweise zu Vorkommen der Staude auf privaten Flächen. Hierzu ist zu bemerken, dass auf privaten Grundstücken der Eigentümer oder der Nutzer verantwortlich ist. Die bereits genannten Schutzvorkehrungen und die notwendige Sachkunde ist jedoch ein unbedingtes Muss bei entsprechenden Eigeninitiativen. Entfernte Pflanzenteile sind an Ort und Stelle oder einer dafür ausgesuchten Stelle zu verbrennen oder über den Restabfall entsorgen.

Eine Kompostierung oder Entsorgung über die Biotonne kommt nicht in Frage!

 

Sollte einmal der Pflanzensaft der Herkulesstaude auf die Haut gelangt sein, muss die entsprechende Fläche, auch wenn noch keine Reaktion sichtbar ist, gründlich mit Wasser und Seife abgewaschen werden. Sinnvoll ist es, anschließend  eine Sonnenschutzcreme aufzutragen. Trotzdem sollte die Sonne für 2 – 3 Tage gemieden werden. Treten besonders starke Hautreaktionen auf, wendet man sich am besten an einen Hautarzt.

 

Als Ansprechperson zum Thema Herkulesstauden steht Ihnen Herr Wolfgang Schäfer unter der Telefonnummer 02626/76459 zur Verfügung.

 

Verbandsgemeinde Selters

Am Saynbach 5-7

56242 Selters / Westerwald

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