-F- Kenntnisse bei Einsätzen an der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main aufgefrischt

Seit dem Jahr 2002 verbindet die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main die mit insgesamt rund 15 Millionen Einwohnern beiden größten deutschen Metropolregionen Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Seit diesem Zeitpunkt ist der Westerwaldkreis mit dem ICE-Bahnhof in Montabaur auch um einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt reicher und die Feuerwehren in der Region mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. 

Um den Aufgaben gerecht zu werden, beschäftigen sich die an der ICE-Strecke zum Einsatz kommenden Einheiten regelmäßig in theoretischen Unterrichtseinheiten mit der Auffrischung der Vorgaben des „Einsatzhandbuches Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main“. Zusätzlich findet im Abstand von drei Jahren im Westerwaldkreis je eine Großübung an einer Tunnelanlage statt, die jedoch aufgrund der Vorgaben des Fahrplanes nur zu den kurzen nächtlichen Zeiten möglich sind, in denen keine Züge fahren. Dies ist sicherlich keine zufriedenstellende Situation für die Rettungskräfte, aber die einzige Möglichkeit, die theoretisch erlernten Kenntnisse einmal in der Praxis auszutesten und umzusetzen.  Im laufenden Monat bot sich den Feuerwehren nunmehr die nicht alltägliche Gelegenheit, eine Tunnelanlage einmal im Hellen zu begehen und sich ohne Zeitdruck mit den baulichen Rettungseinrichtungen vertraut zu machen, da aufgrund laufender Baumaßnahmen der ICE-Verkehr teilweise an Wochenenden eingestellt ist. 

So nutzen auch die aus der Verbandsgemeinde Selters an der Schnellfahrstrecke zum Einsatz kommenden Einheiten aus Herschbach und Selters die Gunst der Stunde und befassten sich im Rahmen von drei Ausbildungsveranstaltungen nochmals mit der Thematik. In einer abendlichen Theorieeinheit wurden zunächst die Vorgaben des Einsatzhandbuches intensiv erörtert und aufgefrischt, wonach es dann am vergangenen Sonntag in den Morgenstunden zur Begehung des Dernbacher Tunnels ging. Gemeinsam mit den Wehren Mogendorf, Siershahn und Wirges wurden die Kameraden aus Herschbach und Selters durch einen Notfallmanager der Deutschen Bahn über das taktische Vorgehen bei Einsätzen an der Schnellfahrstrecke informiert. In der Praxis wurde eine Notfallerdung mit Hilfe der Oberleitungsspannungsprüfeinrichtung vorgeführt, der Aufbau einer Wasserversorgung im Tunnel durchgesprochen sowie die Entnahme einer Rollpalette zum Transport von Material und Verletzten geübt. Weiterhin wurde auch ein Notausstieg begangen und die Nutzung des dort verbauten Lastenaufzuges erläutert. Zum Abschluss der Ausbildungseinheit stand bei einer dritten Veranstaltung die Auffrischung der Ortskenntnis an der Schnellfahrstrecke im Vordergrund. So betreut die Feuerwehr Selters nicht durch den im Bereich Sessenhausen liegenden Streckenabschnitt, sondern kommt auch gemeinsam mit der Feuerwehr Herschbach bei Einsätzen an allen Tunnelanlagen im Kreisgebiet an fest zugeordneten Portalen zum Einsatz. An der Auffrischung der Ortskenntnis beteiligte sich auch der DRK Ortsverein Selters, der an den Portalen teilweise die sanitätsdienstliche Betreuung übernimmt. 


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